22.06.2010 - Weilburger Tageblatt
Sechster Trialog der Technikakademie Weilburg bringt Lehre, Unternehmen und Nachwuchs zusammen
Weilburg (mhz)
Der rasant steigende Energiebedarf einerseits und die hohen CO2-Emissionen sowie die immer knapper werdenden Rohstoffe andererseits stellen die Wirtschaft vor große Herausforderungen. Intelligente Lösungen im Umgang mit Energien und alternativen Ressourcen sind gefragter denn je, sagte so Akademieleiter Wolfgang Hill bei der Eröffnung des sechsten Weilburger Trialogs.
Die IT-Branche könne wesentliche Hilfestellungen bieten. So sei der Begriff "Green IT" entstanden mit der Zielsetzung, der ressourcenschonenden Nutzung von Informationstechniken (IT) über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Technikakademie Weilburg stelle sich dem Thema Umwelt bereits seit Jahren, sagte Hill. So habe bereits der dritte Weilburger Trialog das Schwerpunktthema "erneuerbare Energien" behandelt, mehrere "Europäische Biomassetage" seien veranstaltet und der "Erneuerbare Energienpark Weilburg" aufgebaut worden. Bei dieser Veranstaltung wurde unter Einbeziehung neuester Zahlen des Energieverbrauchs die Thematik noch umfassender behandelt, insbesondere im erstmals veranstalteten Workshop "Buy smart", der den öffentlichen Dienst für den Klimaschutz sensibilisieren sollte.
Regierungspräsident Lars Witteck würdigte die Aktivitäten der Technikakademie in Sachen erneuerbare Energie. Sie sei ein idealer Ansprechpartner des Regierungspräsidiums in dessen Bemühungen in der Weiterentwicklung alternativer Energien. Er sprach sich unter anderem auch für die Nutzung der Windkraft - auch in Weilburg - aus. Immerhin sollte der Raumnutzungsplan erfüllt werden. Justus Brans vom Referat "Energietechnologien, Netintegration der Erneuerbaren Energien" beim Umweltministerium sprach sich im Kern seiner Ausführungen für einen Energie-Mix aller zur Verfügung stehender Techniken aus.
Schule schließt sich Kampagne an
Mit der Unterzeichnung der Charta "100 Schulen für den Umweltschutz" dokumentierten Susanne Stroh vom Hessischen Kultusministerium und Akademieleiter Wolfgang Hill die Beteiligung der Technikakademie an der Initiative. Neben der Einsparung von Energiekosten unter Reduzierung des CO2-Ausstoßes sollen möglichst viele Schüler in die Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen eingebunden werden.
