Hessen aktiv: 100 Schulen für den Klimaschutz

01.07.2020
Charta-Unterzeichnung in der Frankfurter Liebigschule

Zusammen mit dem Gastgeber unterzeichneten außerdem die Schulleiterin der Integrierten Gesamtschule Nordend und der Projektverantwortliche der Technikerschule Butzbach die hessische Charta für den Klimaschutz.

Nach der Idee der Initiative der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie sollen Schülerinnen und Schüler Konzepte zur Energieeinsparung an ihren Schulen entwickeln und damit für einen nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt sensibilisiert werden. Denn neben der Einsparung von Energiekosten und der Reduzierung des CO2-Ausstoßes steht für die „100 Schulen für den Klimaschutz“ auch das handlungsorientierte Lernen im Vordergrund.
Unterstützung bei ihren Maßnahmen erhalten die Schulen von den Mitarbeitern einer Servicestelle durch die Beratung in technischen und pädagogischen Fragen, mit einem Angebot an Unterrichtsmaterialien sowie Schulungen und Fortbildungen.
Langfristig ist eine Vernetzung der Teilnehmer, die Koordination der Beratungsangebote sowie eine Verknüpfung bestehender Programme vorgesehen.

Mit der Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben hat die IGS Nordend bereits Konzepte zur Einsparung von Strom und Wärme entwickelt. In der Energie-AG, die seit einem Jahr für die Jahrgangsstufen 9 und 10 angeboten wird, sind außerdem einige Energieeinsparungen an der Schule initiiert und umgesetzt worden.
Auch die Liebigschule, die schon an verschiedenen Programmen zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ teilgenommen hat, ist im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes schon seit langem aktiv. So werden in einer Öko-Audit-Gruppe „Energiemanager“ ausgebildet oder mit der jährlichen Durchführung eines Klassenraumwettbewerbes umweltfreundliches Verhalten eingeübt. Die gerade abgeschlossene Projektwoche mit einer „Lernwerkstatt zum Thema Energie schlau nutzen“, ist eines der zahlreichen Angebote, die den Liebig-Schülern in Zusammenarbeit mit dem Verein Umweltlernen in Frankfurt e.V. angeboten worden ist.
Von der Teilnahme am Landesprojekt wünschen sich die beiden Frankfurter Schulen weitere Impulse und Unterstützung in künftigen Aktionen, sowie den Erfahrungsaustausch mit anderen Teilnehmern und Partnern.
Ein wertvoller Partner für Klimaschutzschulen kann künftig die Berufliche Schule des Wetteraukreises werden. Sie bildet Techniker für Nachhaltige Energietechniken sowie Assistenten für Solarthermie und Photovoltaik aus, die beispielsweise als Energieberater für die teilnehmenden Schulen im Rhein-Main-Gebiet tätig werden könnten.

Die Initiative „100 Schulen für den Klimaschutz“ ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen. Sie nimmt Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen in die Verantwortung, um das Leben in Hessen heute und in Zukunft ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig zu gestalten.