Surfen auf der Stromsparquelle...
Wussten Sie, dass das Surfen im Internet einen enormen Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen hat? Denn auch wenn Sie harmlos wirken, Webseiten hinterlassen ihren ökologischen Fußabdruck. Die Daten der Webseiten werden von Servern gespeichert, an PCs angesehen und in Netzwerken miteinander verbunden. Da Millionen von Menschen täglich im Internet surfen, hat das Internet mit 2% einen signifikanten Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen.
Eine einfache „google“-Suchanfrage zum Beispiel verbraucht laut Umweltbundesamt durchschnittlich 4Wh Strom und setzt ca. 2g CO2 frei.
- Es lohnt sich also auch bei der Internetznutzung zu überlegen, ob wirklich jeder Seitenaufruf sinnvoll ist. Formulieren Sie auch Suchanfragen möglichst präzise, überprüfen Sie die Trefferliste und öffnen Sie nur Seiten, die wirklich tauglich erscheinen. So sparen Sie nicht nur Energie, sondern auch Zeit.
- Es muss nicht immer „google“ oder „yahoo“ sein: Alternativen sind Suchmaschinen, die z.B. ihre Gewinne an wohltätige Einrichtungen spenden oder Suchmaschinen, die ökologische Ansätze verfolgen. Probieren Sie es doch mal aus, die Seiten funktionieren wie „google“ oder „yahoo“ – mit dem Unterschied, dass Ihre Suchanfrage ökologisch oder sozial ausgeglichen wird. Beispiele für solche Suchmaschinen sind:
- http://www.forestle.de: Nicht profitorientierte Suchmaschine, spendet überschüssige Einnahmen zum Schutz des Regenwaldes.
- http://www.ecocho.de: Für jeweils 1.000 Suchanfragen setzt ecocho ein Gegengewicht zum Ausgleich für bis zu einer Tonne Treibhausgase, indem zwei Bäume gepflanzt werden.
- http://de.znout.org/: „Znout“ ist eine CO2-neutrale Suchmaschine, der gesamte CO2-Ausstoß, der durch die Nutzung von Znout verursacht wird, wird durch den Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien ausgeglichen.
- Grüner surfen auch zu Hause: Zusätzlich können sie für Ihren Internetzugang zu Hause darüber nachdenken, ob Ihr DSL-Router wirklich 24 Stunden eingeschaltet sein muss, wenn sie zum Beispiel nur eine Stunde täglich im Internet surfen.
Computer im effizienten Einsatz
Dass unsere Geräte häufig Strom ziehen, auch wenn sie ausgeschaltet sind, wissen wir – daher sollten sie bei Nichtgebrauch auch völlig vom Netz getrennt werden, um unnötigen Standby-Verbrauch zu vermeiden. Wie können wir aber darüber hinaus an unserem Arbeitsplatz Strom einsparen?
Berechnungen haben ergeben, dass sich an jedem PC-Arbeitsplatz 30% Energie einsparen lassen. Denn oft lassen wir unsere Computer in einer Standard-Einstellung laufen und verändern die Einstellungen für den Bildschirmschoner, der Energieverwaltung oder den Geräte-Manager nicht. Dabei können individualisierte und energieeffiziente Einstellungen ganz bequem zu Energieeinsparungen führen.
- Nutzen Sie das Energiesparmanagement Ihres Computers, und passen Sie die Energieeinstellung individuell und energieeffizient an. Unter Systemsteuerung --> Energieoptionen können Sie bestimmen, wann der Rechner und Monitor in den Standby-Modus oder den Ruhezustand versetzt werden soll. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für optimierte PC-Einstellungen finden Sie im Internet: http://www.nabu.de/downloads/energie_sparen.pdf.
- Bildschirmschoner stammen aus der Steinzeit, zu mindestens aus der Computer-Steinzeit. Sie wurden ursprünglich erfunden, damit sich in längeren Arbeitspausen ein konstant stehendes Bild nicht in die Röhrenbildschirme der 1980er und 1990er Jahre einbrennen konnte. Bei modernen Monitoren sind Bildschirmschoner nicht mehr notwendig und zudem Energiefresser! Animierte Bildschirmschoner erhöhen nicht nur den Energieverbrauch des Bildschirms, sondern verhindern zudem das automatische Ausschalten des Bildschirms. Ein schwarzer Hintergrund ist daher empfehlenswert!


