Landesbetrieb Hessen-Forst, Forstamt Dieburg auf dem Weg zum FSC-Zertifikat
Beschluss der 3. Nachhaltigkeitskonferenz vom 17. Mai 2010
Seit der 2. Nachhaltigkeitskonferenz, der die Ergebnisse der Projektgruppe vorgestellt worden waren, waren verwaltungsintern Gespräche mit FSC Deutschland, mit den Naturschutzverbänden und mit WWF Deutschland geführt worden, um die strittigen Fachthemen „Nadelbaumanteile“, „Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“, „Referenzflächen“ und „Habitatbäume“ nochmals zu vertiefen und einen Lösungsansatz aufzuzeigen. Nach der Sitzung des Strategischen Koordinierungskreises am 24. Februar 2010 und weiterer Erörterungen mit Naturschutzvertretern wurde ein solcher Lösungsansatz darin gesehen, die Fragestellungen zu FSC im Zuge einer pilotierenden Zertifizierung klären zu lassen.
Die Nachhaltigkeitskonferenz hat in ihrer 3. Sitzung auf Vorschlag des Ministeriums beschlossen, die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes im Bereich des Forstamtes Dieburg, der etwa 4.500 ha Waldfläche umfasst, für eine Dauer von fünf Jahren zu erproben. Zweieinhalb Jahre nach Zertifikatserteilung wird ein Zwischenbericht für die Nachhaltigkeitskonferenz erwartet. Zur Umsetzung dieses Beschlusses wurde verwaltungsseitig die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes im Bereich des Forstamtes Dieburg durch eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern des Landesbetriebs Hessen-Forst und des hiesigen Fachministeriums vorbereitet. Die erste Sitzung der Arbeitsgruppe fand dazu bereits im Juni statt. Aufgabe der Arbeitsgruppe war es, die formalen (antragsbezogenen) Anforderungen mit FSC Deutschland bezogen auf die Person des Antragstellers Hessen-Forst abzuklären sowie die haushalts- und vergaberechtlichen Aspekte prüfen zu lassen. Gleichzeitig musste der Landesbetrieb Hessen-Forst für die im Zusammenhang mit der FSC-Zertifizierung entstehenden Kosten (Auditkosten, Lizenzgebühren) noch die Finanzierung sicherstellen.
