Hessen-Forst strebt naturnahe Waldstrukturen mit höchster ökologischer und ökonomischer Leistungsfähigkeit an. Sie sind die Basis für eine nachhaltig hohe Wertschöpfung. Bei der Bereitstellung unserer Produkte ist uns Nachhaltigkeit oberstes Gebot. Um unseren Kunden das Nachhaltigkeitsprinzip offen zu legen, hat Hessen-Forst eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung nach den Kriterien von PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) unterzeichnet. Seit dem 1. Januar 2001 ist der Landesbetrieb Hessen-Forst nach den international anerkannten PEFC-Kriterien zertifiziert und berechtigt, sein Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung anzubieten.
Entscheidend für die PEFC-Zertifizierung waren folgende Gesichtspunkte:
1. Die Bevölkerung wie auch die Marktpartner der Forstwirtschaft in Hessen und Deutschland erwarten heute in wachsendem Maße einen an festgelegten Kriterien orientierten und unabhängigen Nachweis über die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes. Der Landesbetrieb Hessen-Forst stellt sich dieser Erwartungshaltung mit der Entscheidung für eine Zertifizierung seiner Wirtschaftsweise. Hiermit soll ein Beitrag zu Glaubwürdigkeit und Akzeptanz geschaffen werden.
2. Die Wahl des Zertifizierungssystems wurde zum einen durch diese Zielsetzung und zum anderen durch Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkte bestimmt. Unter diesen Prämissen fiel die Entscheidung für eine Zertifizierung nach PEFC.
3. Das PEFC-System erfüllt alle Anforderungen an ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitszeichen, da es
- an den Beschlüssen der internationalen Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa orientiert ist und in gleicher Weise die dort entwickelten ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien (sog. “Helsinki-Kriterien”) berücksichtigt
- sowohl bei der Entwicklung der Standards als auch bei der Vereinbarung von Nachhaltigkeitszielen auf Ebene der Zertifizierungsregionen für die Mitwirkung aller am Wald interessierten gesellschaftlichen Gruppen offen war und ist
- sich unabhängiger Zertifizierer bedient, deren Akkreditierung nicht von PEFC selbst, sondern von autorisierten Dritten (z.B. der Trägergemeinschaft für Akkreditierung) vorgenommen worden ist
- eine einzelbetriebliche Zertifizierung mit einem Monitoring der Auswirkungen der zertifizierten Wirtschaftsweise auf Ebene ganzer Regionen verbindet und dadurch auch Nachhaltigkeitsparameter erfasst, die auf betrieblicher Ebene nicht abgebildet werden können
- für Forstbetriebe aller Waldbesitzarten und aller Betriebsgrößen in gleicher Weise geeignet ist und daher zu einer Förderung nachhaltiger Waldbewirtschaftung auf ganzer Fläche und nicht lediglich auf Teilflächen beitragen kann
- hierdurch in der Lage ist, nachhaltig produzierte Forstprodukte in räumlicher Nähe zum Verarbeiter und Verbraucher anzubieten (“Holz der kurzen Wege”) und damit die Ökobilanz dieser Produkte zu verbessern.
4. Mit dem PEFC-System wird wirtschaftlichen Gesichtspunkten Rechnung getragen, da
- es mit einem Beitrag von 11 € Betriebsgrundgebühr + 0,11 € je Jahr und Hektar (über 5 ha Waldfläche) zertifizierter Fläche (+ MWSt.) sehr kostengünstig ist
- davon ausgegangen wird, dass es sich angesichts der regen Nachfrage seitens der Zertifikatsnutzer und der laufenden Ausweitung des Systems innerhalb und außerhalb Europas am Markt etablieren und sich dadurch rentieren wird.
