Nach dem zusammengestellten Ergebnis der Projektgruppe ist zwar eine FSC-Zertifizierung des Staatswaldes möglich, erfordert aber eine grundlegende Änderung der Zielrichtung der Staatswaldbewirtschaftung, deren Folgen gegenwärtig nicht abschließend bewertbar sind. Als Effekte im Falle FSC-Zertifizierung werden aus Sicht von Projektgruppenmitgliedern unterschiedliche positive wie negative Auswirkungen erwartet:
- Veränderte Baumartenwahl, Referenzflächen und Biotopbäume führen zu mehr naturschutzfachlich gewünschter Biodiversität (+) und schränken die nachhaltigen Holznutzungsmöglichkeiten ein (-)
- Möglicher „Imagegewinn“ von Hessen-Forst in der Öffentlichkeit (+)
- Höhere Glaubwürdigkeit bei den großen Naturschutzverbänden (+)
- Langfristig denkbare Verbesserung der Marktchancen für Holz aus dem Staatswald (+)
- Verlust an Planbarkeit für die holzverarbeitende Industrie (-)
- Kurzfristige finanzielle Belastungen für das Land als Eigentümer insgesamt rund - 4 Mio. € (-)
- Nachhaltige finanzielle Belastungen für das Land als Eigentümer insgesamt jährlich rund - 9 Mio. € (-)
- Vertrauensverlust bei den betreuten Waldbesitzern (-)
- Langfristige volkswirtschaftliche Effekte (Arbeitsplätze, Klimaschutz) jährlich rund - 43 Mio. € (-)
