Hessen für nachhaltige Waldbewirtschaftung

Ergebnis der Projektarbeit bzw. des Prüfauftrags

Nach dem zusammengestellten Ergebnis der Projektgruppe ist zwar eine FSC-Zertifizierung des Staatswaldes möglich, erfordert aber eine grundlegende Änderung der Zielrichtung der Staatswaldbewirtschaftung, deren Folgen gegenwärtig nicht abschließend bewertbar sind. Als Effekte im Falle FSC-Zertifizierung werden aus Sicht von Projektgruppenmitgliedern unterschiedliche positive wie negative Auswirkungen erwartet:

  • Veränderte Baumartenwahl, Referenzflächen und Biotopbäume führen zu mehr naturschutzfachlich gewünschter Biodiversität (+) und schränken die nachhaltigen Holznutzungsmöglichkeiten ein (-)
  • Möglicher „Imagegewinn“ von Hessen-Forst in der Öffentlichkeit (+)
  • Höhere Glaubwürdigkeit bei den großen Naturschutzverbänden (+)
  • Langfristig denkbare Verbesserung der Marktchancen für Holz aus dem Staatswald (+)
  • Verlust an Planbarkeit für die holzverarbeitende Industrie (-)
  • Kurzfristige finanzielle Belastungen für das Land als Eigentümer insgesamt rund - 4 Mio. € (-)
  • Nachhaltige finanzielle Belastungen für das Land als Eigentümer insgesamt jährlich rund - 9 Mio. € (-)
  • Vertrauensverlust bei den betreuten Waldbesitzern (-)
  • Langfristige volkswirtschaftliche Effekte (Arbeitsplätze, Klimaschutz) jährlich rund - 43 Mio. € (-)
 

Vorstellung der Ergebnisse am 03. Juni 2009 im Rahmen der Nachhaltigkeitskonferenz im Kloster Eberbach durch Projektleiter Carsten Wilke.