Potenziale entfalten: Bildung für Integration in Hessen

infrau e.V. - Sprach- und Leseförderung im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung

Der Hintergrund

infrau e.V. – ein interkulturelles Beratungs- und Bildungszentrum für Frauen, Mädchen und Seniorinnen – fördert, begleitet und unterstützt seit 1984 Migrantinnen und deren Familien aus Frankfurt am Main und Umgebung. infrau e.V. setzt sich für die Integration und die gesellschaftliche Teilhabe der in Frankfurt lebenden Migrantinnen durch Information, Beratungs- und Bildungsangebote ein.

Die Angebote in der Mädchenetage richten sich an Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 6 – 19 Jahren. Die meisten Mädchen haben Probleme mit der deutschen Sprache, was sich oft negativ in den schulischen Leistungen niederschlägt. Dies gilt insbesondere für Schulfächer, in denen längere Texte bearbeitet werden, wie z. B. in Deutsch, Geschichte und Politik.


Die Ziele

Ziel aller Projekte ist es, Mädchen aus verschiedenen kulturellen Kontexten bei der Entwicklung einer bi- oder multikulturellen Identität zu unterstützen. Weiterhin streben die Angebote von infrau e.V. an, das Bildungsstreben der Teilnehmerinnen zu fördern und sie darin zu beraten, einen in schulischer, beruflicher, familiärer und persönlicher Hinsicht passenden Lebensentwurf für sich zu finden.

Bezogen auf die Sprach- und Leseförderung im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung sollen die sprachlichen Kompetenzen der Mädchen im Alter zwischen 6 und 10 Jahren ausgebaut und in religiösen und kulturellen Fragen tolerante Einstellungen vermittelt werden.


Was das Projekt leistet

In Rahmen der Hausaufgabenbetreuung, die zweimal wöchentlich unter Betreuung eines interkulturellen Teams stattfindet, sollen zwei Lerngruppen eingerichtet werden: Grundschülerinnen und Schülerinnen der Sekundarstufe. So können die Mädchen besser individuell gefördert werden. Über die Unterstützung in schulischen Themen hinaus stehen die Betreuerinnen den Mädchen auch in anderen Fragen als Ratgeber und Wegbegleiter zur Seite. Es hat sich außerdem als wichtig erwiesen, dass die Hausaufgabenbetreuung und der Treff geschlechtsspezifisch ausgerichtet sind, da viele muslimische Eltern koedukative Angebote nicht in Betracht ziehen.