Der Hintergrund
Vielen Jugendlichen fällt der Eintritt in eine Ausbildung nicht leicht. Oft wurden während der Schulzeit nicht genügend für den Arbeitsmarkt relevante Qualifikationen erworben. Dabei stoßen insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht nur während der Schulzeit auf Probleme: Ein direkter und reibungsloser Übergang in die Berufsausbildung gelingt ihnen aus verschiedenen Gründen wesentlich seltener als ihren deutschen Altersgenossen.
Die Ziele
Um den langfristigen gesellschaftlichen Schaden durch die negativen Zukunftsperspektiven vieler Jugendlicher zu mindern, hat es sich das Projekt „Jobs für Jugendliche“ zum Ziel gesetzt, Schüler im letzten Schuljahr beim Übergang in die Ausbildung sowie während der Ausbildung selbst zu betreuen und zu unterstützen. Zusätzlich soll die Schaffung von Ausbildungsplätzen gefördert werden, indem kleine oder ausbildungsunerfahrene Betriebe vor und während der Ausbildung unterstützt werden.
Was das Projekt leistet
Das Projekt „Jobs für Jugendliche“ wird momentan an sieben Standorten angeboten (siehe Kontakt). „Ausbildungspaten“ begleiten die Jugendlichen, meist mittel- und gering qualifizierte Schulabgänger, während des gesamten Bewerbungsprozesses bis in die Zeit nach dem Antritt der Stelle. Im Rahmen eines mehrstufigen Konzeptes werden die Schulabgänger des jeweiligen Jahres in qualifizierte Ausbildungsstellen begleitet:
- Im ersten Schritt organisiert die Initiative Seminare zur Berufszielfindung für die betroffenen Jugendlichen, um konkret und individuell die Möglichkeiten jedes einzelnen Jugendlichen auszuloten und sie mit bestehenden und potenziellen Ausbildungsangeboten abzugleichen.
- Weiterhin werden durch vernetzte Kommunikationsmaßnahmen (Veranstaltungen, Pressearbeit, Direktansprache von Unternehmen und wichtigen Meinungsmittlern, Internetauftritt) Unternehmen und die Öffentlichkeit in der Region über das Lehrstellenproblem informiert und gebeten, bei der Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen mitzuwirken.
- Darüber hinaus wird jedem ausbildungswilligen Jugendlichen auf Wunsch ein Ausbildungs-Pate aus der Wirtschaft, Kirche oder Kommunalpolitik zur Seite gestellt. Dieser betreut den Jugendlichen während der Bewerbungsphase, z.B. bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen, und versucht über Kontakte für „seinen“ Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu finden. Bei erfolgreichem Abschluss eines Ausbildungsvertrages hält der Pate darüber hinaus für ca. 12 bis 24 weitere Monate den Kontakt zu dem Jugendlichen, um eventuell entstehende Probleme zu Beginn des Ausbildungsverhältnisses (z.B. fehlende oder mangelnde Motivation der Jugendlichen, Unpünktlichkeit des Jugendlichen, Leistungsdefizite in der Berufsschule etc.) mit dem Ausbilder und dem Auszubildendem gemeinsam zu lösen.
Weiterhin zielt die Strahlemann-Initiative auch auf die Betriebe: Beraten werden meist die kleinen und mittelständischen Betriebe bei allen praktischen Fragen rund um Ausbildung:
